Behind the scenes … von Hailey Blake (Teil 1)

Ich möchte die Artikel „Hinter den Kulissen“ nutzen, um euch Dinge zu verraten, die ihr vermutlich noch nicht wusstet. Ich möchte auf Themen eingehen, die mich beschäftigen. Längst gestellte Fragen beantworten, auch wenn sie unangenehm sind. Man sagt immer, dass in jedem Buch ein wenig von uns selbst steckt. Das ist wahr. Doch ihr Leser wisst selten, was das ist. Ich bin bereit, euch zu sagen, wie viel Ich ihr in meinen Büchern findet und was mich während des Schreibens beschäftigt hat.

Gott … Diese Geschichte hat so viel von mir und denen, die ich einst gekannt habe … Mir sind schon viele Fragen dazu gestellt worden, denen ich immer ausgewichen bin oder die ich nur knapp beantwortet habe. Aber wisst ihr was? Ich werde in mehreren Artikeln jede dieser Fragen beantworten. Vielleicht entdeckt ihr ja eure eigene wieder. Vielleicht erzähle ich euch etwas, was ihr schon immer wissen wolltet, euch aber nie getraut habt, zu fragen.

„Kai McKenzie? Echt oder Fiktion?“

Es gab einen echten Menschen in meinem Leben, der dem Charakter von Kai als Vorbild diente. Ich werde jetzt nicht seinen Namen nennen. Ich kann euch aber gleich sagen, dass die Geschichte von diesem „Kai“ und mir etwa auf dem Level endete, wo Band 1 aufhört. Er war nie mein Traummann, wir verliebten uns nicht unsterblich, aber er war etwas ganz Besonderes für mich. Und ich lasse Hailey deshalb so sehr um ihn kämpfen, weil auch ich es damals schwer hatte, durch diese raue Schale durchzudringen und ebenso wenig wie Hailey aufgegeben habe.

Band 1 spiegelt viele Aspekte realer Momente wider. Band 2 und 3 basieren auf meiner Fantasie und einem „Was wäre gewesen, wenn“ oder „Was hätte vielleicht sein können“-Szenario in meinem Kopf.

Meinen Kai kannte ich seit der Grundschule. Er war unnahbar, tough und cool. Er war heiß, frech, hatte dieses gewisse Etwas, das auch Kai McKenzie hat. Als wir Teenager waren, gab es diese Anziehung zwischen uns auch. Er war stark, beschützend, loyal. Aber er war bereit, sich wegen Nichtigkeiten zu schlagen. Über Gefühle hat er nie geredet. Seine Eltern waren in Ordnung, ich weiß also nicht, wieso er so war. Es gab keinen offensichtlichen Grund, wie ich ihn für das Buch erfunden habe.

Wir waren nie wirklich befreundet, kannten uns eben nur von der Schule. Erst durch seinen besten Freund (der charakterlich übrigens nicht viel Ähnlichkeit mit Ray hat^^), lernten wir uns kennen. Es war ein Spießrutenlauf und unglaublich anstrengend, in seiner Nähe zu sein. Irgendwie wollte ich immer von ihm gemocht werden, hatte aber stets das Gefühl, dass er mich ätzend fand. Er war kühl zu mir, so wie Kai zu Hailey. Das ging eine ganze Weile so, man sah sich nur bei irgendwelchen Feten seiner Freunde. Doch dann schrieb er mir eines Tages, ob wir ins Kino gehen wollen, zusammen mit seinem besten Freund. Eigentlich eine witzige Konstellation, ich dachte damals, er würde uns verkuppeln wollen oder so (und das wäre völlig ok gewesen, denn der Freund war süß ;D). Doch von da an schrieb er mir häufiger, lud mich sogar selbst zu irgendwelchen Treffen ein, manchmal waren wir sogar allein. Das waren die merkwürdigsten Verabredungen meines Lebens, weil wir meistens nur stumm irgendwelche Filme gesehen haben oder spazieren gegangen sind xD Es lockerte sich alles ein wenig zwischen uns (wirklich nur ein bisschen). Zu dieser Zeit hatte ich etwas fragwürdige Freunde und irgendwann meinte „Kai“, ich müsse besser auf mich aufpassen, sonst würde er das übernehmen. Wenn ich jemals seine Hilfe bräuchte, könnte ich mich melden, er würde mich ab sofort für immer beschützen. Ich fand das schon damals total schräg, tue ich heute noch, aber irgendwie hat es mir auch gezeigt, dass ich es in seinen „engen Kreis“ geschafft hatte. Es hat tatsächlich diesen einen Abend gegeben, an dem ich ihn anrief. Ich habe nie erfahren, was genau am Tag danach passiert ist, nur DASS er es geregelt hat. Irgendwann kamen wir uns wirklich näher, das war auf einer Party. Er küsste mich, und aus diesem Moment heraus entstand damals der Eindruck, wir könnten zusammen sein. Aber anders als Hailey, habe ich meinem Kai nie zu 100% vertraut. Ich gehöre eben zu der Sorte Frau, die sich von den Kais dieser Welt angezogen fühlt, aber ich kann nicht genug Vertrauen zu ihnen aufbauen. Das fügte unserem „Was auch immer“ einen Knacks zu und wir verloren den Kontakt. Heute frage ich mich manchmal, wie es wohl anders gelaufen wäre. Wäre er wie Kai McKenzie gewesen, vertrauensvoll, liebenswert? Ich denke nicht, wollte mir die Illusion aber nie nehmen lassen, also lebt Hailey mein „Was hätte sein können“.