Das Schreiben – FSK

Ich erinnere mich noch gut daran, wie mich mal 2018 eine Leserin anschrieb, die mein Fantasydebüt „Thyra und die Hexenjäger“ gemeinsam mit ihrer Tochter gelesen hatte. Gekennzeichnet war das Buch mit FSK 14, bei genannter Tochter handelte es sich um ein dreizehnjähriges und noch dazu eher zart besaitetes Mädchen, wie man mir mitteilte.
Man bemängelte also meine Altersfreigabe und fand, FSK 14 sei völlig am Ziel vorbei. Frühestens ab 16 dürfe man diese Geschichte lesen, besser noch ab 18.

… Ich war gelinde gesagt etwas sprachlos. Wer das Buch damals gelesen hat oder den Relaunch davon, der im Januar 2021 erschienen ist, weiß, dass dieses Buch definitiv nicht in die Kategorie FSK 18 fällt. Über 14 oder 16 kann man sicherlich streiten, nur ist es am Ende lediglich eine Empfehlung, die ich an mir selbst bemesse, an Bekannten oder meinem allgemeinen Eindruck von der heutigen Jugend. Natürlich gibt es Menschen, die ganz besonders empfindlich sind. Aber entschuldigt, dass kann und darf nicht das Problem des Autors sein.
Es gibt keine präzise Sexszene, es ging der Mutter bei ihrer Kritik vor allem um die anschaulichen Gewaltszenen – die meiner Ansicht nach durchaus mit 14 verträglich sind (wir reden hier von blutigen Augen, einer gruseligen alten Frau ohne Augen, einem abgetrenntem Trollkopf und einer Auspeitschung mit Armbruch, alles nicht über die Maßen detailreich dargestellt). Ich bin vielleicht nicht der ideale Maßstab, weil ich bereits horror- zombie– und blutsüchtig war, da war ich nichts ansatzweise 14 (wie gesagt, die einen sind sehr empfindlich, andere manchmal etwas zu wenig und der Großteil dürfte sich so im gesunden Mittelfeld bewegen).

Na ja, jedenfalls ist auch der Relaunch wieder auf FSK 14 gesetzt, da ich klar die Einschätzung vertrete, dass man mein Buch sehr gut aushalten kann, wenn man in diesem Alter ist. Zart besaiteten Menschen rate ich generell von Büchern ab, in denen schon der Klappentext von Krieg spricht, immerhin gewinnt man den nicht mit einer Gänseblümchenschlacht 😉