Über die Autorin

Ich schreibe nur, weil in mir eine Stimme ist, die nicht still sein wird.

Ich schreibe Bücher oft viele Stunden am Tag. Nicht, weil ich kein Leben hätte. Ich entscheide mich nur lieber dafür, viele Leben zu leben

Das Leben ist wie ein Buch. Einige Kapitel sind schön, andere zum Heulen. Doch erst ihre Kombination gibt der Geschichte einen Sinn


Wer bin ich?

Laura Misellie ist mein Pseudonym. Darunter schreibe ich Coming-of-age und New adult Belletristik in den Genres Romance und Fantasy. Unter Laura Levett veröffentliche ich ab 2021 auch dramatische Romane.


Bücher schreiben … Was noch?

Die Schreiberei ist mein Nebenjob. Hauptberuflich arbeite ich als Beamtin im Schichtdienst für das Land NRW.

Ein weiterer Mittelpunkt meines Lebens ist meine Hündin Ellie, für die ich mir viel Zeit freihalte.

Und wenn ich einfach mal abschalten und entspannen möchte, gehe ich meinen Hobbies nach. Ich lese, schaue Filme/Serien, zocke Spiele auf dem PC oder der PS4.

Außerdem backe ich gern zu diversen Anlässen. Und ich habe eine sehr lange Reiseliste.


Eine klassische Frage, die in jedem Autoreninterview vorkommt: Wann habe ich angefangen zu schreiben?

Für mich und meine Schubladen schon sehr früh, wie wohl die meisten Autoren. Mit etwa 14 Jahren kam mir die Grundidee zu meinem Debütroman, damals inspiriert durch einen Film. Dort ging es um ein Sumpfmonster, allerdings mit Erwachsenen. Ich dachte mir, dass es cool wäre, wenn es genau diese Geschichte mit Jugendlichen geben würde. Also war Plan A das Umschreiben des Filmes in ein Buch für Jugendliche. Na ja, für ungefähr 5 Minuten. Es war die Ur-Ur-Ur-Fassung meines Debütromanes und die Erschaffung meiner Welt um Hailey Blake (damals Douphne Parker) & Kai McKenzie. Es hat nun rein gar nichts mehr mit Sumpfmonstern zu tun und ist eine normale Lovestory für junge Erwachsene.


Kommen wir direkt zu meinem Debüt: Wie heißt es und wann ist es erschienen?

Mein erster Roman ist der erste Band der dreiteiligen Bücherreihe Douphne Parker gewesen. Veröffentlicht habe ich es als Ebook im April 2017. Die Reihe wird allerdings nicht mehr aktiv vertrieben, lediglich Restposten der Printauflagen sind noch in verschiedenen Shops erhältlich.

Mein Debüt wird derzeit komplett neu aufgelegt und erscheint unter neuem Titel, neuem Cover und stark verändertem Inhalt.


Kreativität ist alles. Woher kommen die Ideen?

Wirklich alles bringt in mir die Idee für ein neues Buch hervor. Manchmal ist es ein Satz oder ein Wort, manchmal ein Lied im Radio. Manchmal auch einfach nur ein bestimmter Ort, eine Reise, eine Person oder ein Traum.


Wenn es mal nicht weitergeht: Was mache ich bei Schreibblockaden?

Manchmal setze ich mich einfach hin und schreibe drauf los, egal was für ein Stuss dabei herauskommt. Das lese ich einige Tage später und suche mir dann Dinge raus, die ich vielleicht tatsächlich verwenden kann, und den Rest schreibe ich um. Auch habe ich einen guten Rat von einer Autorenkollegin bekommen, den ich inzwischen immer versuche umzusetzen: Schreib jeden Tag einen Satz, auch wenn du nicht weiterkommst. Das unterstützt den Schreibprozess und verhindert Blockaden.


Vom ersten Wort bis zum Ende: Wie lange brauche ich für die Herstellung eines Buches?

Das ist ziemlich unterschiedlich und kommt auf den Umfang des Buches an. Ich setze mir ein tägliches Ziel von mind. 2000 Wörtern, meistens werden es mehr. Aber nicht nur das Schreiben braucht Zeit, auch die Nacharbeit muss man einplanen. Ich bin mit meinen Lektorinnen dazu übergegangen, das Lektorat kapitelweise zurückzubekommen. So spare ich etwas Zeit, indem ich das lektorierte Kapitel gleich in das Korrektorat geben kann.


Ich schreibe in vielen Genres. Welches käme nie für mich infrage?

Reine Erotikromane und BDSM. So etwas lese ich auch nicht gern.


Viele Autoren plotten. Wie halte ich es?

Eine gewisse Grundplanung sollte schon vorhanden sein, finde ich. Charaktere entwickeln sich meist erst mit der Zeit. Namen sind wie Schall und Rauch. Ich habe schon oft Namen nach Fertigstellung eines Buches abgeändert. Auch weiß ich selten, wie mein Buch enden wird, bis ich das Ende tatsächlich schreibe. So ging es mir mit meinem Debüt. Drei Bücher über Kai und Douphne ohne den geringsten Ansatz, ob ich sie wirklich glücklich leben lasse oder ihr Leben am Ende ruiniere. Allerdings bin ich inzwischen dazu übergangen, auch mal Werke zu plotten. Es erleichtert den Schreibprozess ungemein.


Schreiben ist ein Solo-Ding. Wie ist mein Verhältnis zu Autorenkollegen und zu Lesern?

Ich tausche mich gern mit Kollegen aus, gebe Hinweise und Tipps, empfange ebenso gerne selbige. Ein gutes und freundliches Miteinander ist ein Muss und eine große Stütze.

Zu meinen Lesern habe ich gern ein inniges Verhältnis. Ich freue mich über Feedback und Fragen. habe großen Spaß daran, mich mit ihnen über meine Werke auszutauschen.


Selfpublishing oder Verlag?

Ich bin mit Herzblut Selfpublisherin. Es ist eine Entscheidung, die ich bewusst getroffen habe.

Normalerweise ist das größte Problem, dass man es sich nicht aussuchen kann. Einen Verlag zu finden, ist schwer. Vor allem dann, wenn man nicht an einen geraten will, der Unsummen für die Veröffentlichung verlangt (Druckkostenzuschuss).

Für ich gibt es einen guten Grund, Selfpublisherin zu sein: Ich schreibe ein Buch, liebe alles daran, jeden einzelnen Charakter. Ich allein entscheide, wie es endet, wie der Verlauf der Geschichte ist und wie die fiktiven Personen sich entwickeln.

Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass ein Vertrag mit einem Verlag geschlossen wird. Der kann unter Umständen beinhalten, dass vom Autor viel Engagement im Sinne der Eigenwerbung verlangt wird. Der Besuch von Messen in ganz Deutschland verteilt, Lesungen halten, etc.

Ich habe bereits zwei Verlagsangebote abgelehnt, weil mir die geplanten Änderungen an meinem Buch nicht zugesagt haben und mir schlichtweg die Zeit fehlte, den vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Durch meinen Vollzeitjob bin ich in keiner Weise flexibel genug, um mir den Besuch diverser Messen reservieren zu können. Und unter der Woche spannt er mich so sehr ein, dass mir oft die Energie fehlt, mich um regelmäßige Lesungen zu bemühen.

Am Ende bin ich einfach sehr gern Selfpublisherin. Ja, die ganze Arbeit bleibt an mir allein hängen. Auch die Kosten für Korrektorat, Lektorat, Cover und diverse andere Dinge. Aber ich allein entscheide, wann es wohin geht, mit wem ich auf diesem Weg zusammenarbeite und was mit meinem Buch passiert. Alles liegt in meiner Hand.

Das ist unglaublich viel Arbeit, macht mich aber trotzdem unfassbar glücklich.


Werbung: Wie und wo?

Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten.

Ich bewerbe meine Bücher über Facebook (Release-Partys, Leserunden, Wander-Lesungen, mit Unterstützung diverser Blogger auf ihren Seiten, Gewinnspiele, Feiertagsaktionen, Interviews, etc.).

Auch Instagram ist eine Möglichkeit, um durch die richtigen Hashtags und Bilder auf seine Werke aufmerksam zu machen.

Lovelybooks ist außerdem eine gute Möglichkeit, um Leserunden anzubieten und so einige Rezensionen für das Buch einzustreichen.

Es gibt noch viele, weitere Seiten, die Bücher vorstellen. Man muss immer die Augen aufhalten.


Nicht nur schreiben, auch lesen. Wo liegen meine Vorlieben als Buchautor und als Leser?

Als Autor definitiv im Jugendroman- und Fantasybereich. Als Leser vor allem aber auch bei den historischen Geschichten (Jane Austen z.B.) und natürlich im Horrorgenre.


Welchen meiner Buchcharaktere mag ich selber am meisten?

Liebt man sie nicht alle? ;D

Ganz besonders liebe ich wohl Kai McKenzie ♥


Welchen meiner Buchcharaktere mag ich selber gar nicht?

Puh, das ist schwierig. Ich denke besonders schwer fällt es mir, Alex Matthews zu mögen.


Wozu schreiben, wenn man doch selten davon leben kann? 

Diese Frage kommt so oft.

Ich bin Selfpublisherin und veröffentliche seit April 2017. Ich habe bereits viel verkauft und damit tatsächlich auch wesentlich mehr Geld machen können, als ich vorher geahnt hätte. Ich freue mich über ein hohes Honorar. Aber ich will überhaupt nicht davon leben. Ich schreibe nicht, um es zu einem Vollzeitjob zu machen. Dafür habe ich gar nicht die Zeit, denn ich habe bereits einen guten und sicheren Arbeitsplatz. Schreiben ist für mich eine Herzenssache. Nicht jeder Fußballer spielt für die Nationalmannschaft und liebt trotzdem, was er tut. Einfach, weil es ihn glücklich macht.


Romane schreibt man für sich, meist ist man dabei allein in seiner Wohnung. Ist es nicht einsam? Wird man nicht zum Stubenhocker?

Ja, ich bin dadurch in gewisser Weise ein Stubenhocker geworden, aber einsam bin ich deshalb noch lange nicht. Ich bin aber auch kein Mensch, der immer und überall unter Leuten sein möchte. Ich liebe es, für mich zu sein, und genieße die Ruhe.


Hast du selbst einen Lieblingsautor/in?  

Natürlich, einige sogar. Aber die Nennenswertesten, die mich in meinem Leben als Leser geprägt haben und mich überhaupt zu Büchern geführt haben, sind einige bestimmte. R.L.Stine hat mich zum Lesen gebracht. Als ich älter wurde (nicht wesentlich älter, so 9 oder 10), wurde es dann Stephen King (Danke an meine Eltern, dass sie aus damaliger Sicht nicht wirklich pädagogisch wertvoll gehandelt haben xD). Aber natürlich liebe ich auch die Welt, die Joanne K. Rowling um Harry Potter erschaffen hat. Und ich schätze einen Autor für sein Werk, das vermutlich viele nicht kennen, ich aber an dieser Stelle empfehlen möchte. Arthur Golden schrieb „Die Geisha“. Es ist eine sagenhafte Geschichte über eine Frau, ihr Leben als Künstlerin und den Untergang ihrer Kultur.


Welche drei Wörter beschreiben mich am besten?

Empathisch – Nachdenklich – Kreativ


Was macht mich glücklich?

Schreiben macht mich tatsächlich glücklich. Ich schreibe vor allen an Tagen, an denen ich mich insgesamt nicht besonders gut fühle, weil es mir eben hilft, die Stimmung zu heben. Aber auch lustige Unternehmungen, Zeit mit lieben Menschen und Reisen machen mich froh. Und Backen. Ich liebe es, zu backen.


Mein Geburtstag?

Ich bin ein Sommermädchen. Der 09.07.1990.


Ich würde nie…

… Fallschirmspringen oder etwas anderes, was vergleichsweise hoch und angsteinflößend ist xD


Frühaufsteher oder Morgenmuffel?

Also ein Muffel bin ich inzwischen weniger. Aber früh aufstehen wird trotzdem nie etwas Schönes für mich sein ;D


Lieblingsrestaurant?

Namentlich gibt es da kein Bestimmtes. Aber ich liebe chinesisches Essen.


Meine Lebensphilosophie?

Am Ende ist alles ein Geschenk oder eine Lektion gewesen.


Meine Autorenphilosophie?

Ein Autor schreibt. Wenn du ein Autor sein willst, schreib.


Meine Ratschläge an die nächsten Jungautoren, die in ihren Anfängen stecken:

Ihr zweifelt vielleicht. Das ist in Ordnung. Ich zweifle immer, bei jedem Buch. Aber wenn ihr euer Herzblut in eine Geschichte gesteckt habt, dann ist sie etwas wert. Vergesst das nicht und wagt den Schritt in die Öffentlichkeit. Vielleicht beachtet man euch nicht sofort oder mag euer Buch nicht. Aber wenn es auch nur einen einzigen Leser begeistern konnte, hat es sich gelohnt.